Disability Pride Demo

Höhepunkt des ersten Münchner Disability Pride Monats, den der Behindertenbeirat zusammen mit der Behindertenbeauftragten Daniela Maier angestoßen hat.

Wir verdienen mehr!

Disability Pride Demo: Kundgebung, Foto: Boris Kuhn

Mit dieser und anderen Parolen zogen am Freitag über 500 Menschen durch Münchens Innenstadt, um auf die Rechte von Menschen mit Behinderungen aufmerksam zu machen. Diese Demonstration war der Höhepunkt des ersten Münchner Disability Pride Monats, den der Behindertenbeirat zusammen mit der Behindertenbeauftragten Daniela Maier angestoßen hat.

Viele Organisationen wie die Lebenshilfe, der Schwerhörigenverein, die Vereinigung Integrationsförderung VIF, die Helfenden Hände, die IMMA, die Münchner inklusive Arbeitswelt MiA, die Isar-Würm-Lech-Werkstätten und andere zeigten sich in buntem Outfit oder mit eigenen Fahnen und Transparenten. Viele Schilder forderten ein, dass Menschenrechte und Inklusion nicht verhandelbar sind.

Die Gedenkinitiative für die NS-„Euthanasie“-Opfer zeigte großformatige Portraits von Ermordeten mit der Überschrift: Inklusion ist Menschenrecht – Nie wieder „lebensunwert“. Sehr viel konkreter war die Forderung von Werkstattbeschäftigten: „Werkstattarbeit ist echte Arbeit – bezahlt sie auch so!“

Stadträtin Sofie Langmeier begrüßte die Menschen mit Behinderungen, ihre Angehörigen und Unterstützer*innen auf dem Odeonsplatz und überbrachte die Grüße von Oberbürgermeister Dominik Krause. Im Namen der Landeshauptstadt München bekannte sie sich zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention. Zusammen mit ihrer Stadtratskollegin Barbara Likus begleitete sie den Zug an der Residenz und dem Isartor vorbei bis zum Marienplatz.

Nadja Rackwitz, die Vorsitzende des Behindertenbeirats, zeigte sich auf der Abschlusskundgebung vor dem Rathaus mit dem bunten Zug und dem großen Engagement der Teilnehmenden zufrieden und versprach: „Wir kommen wieder. Aber dann sind wir noch viel mehr!“