Inklusive Bildung zwischen Wunsch und Wirklichkeit
Förderschule oder allgemeine Schule? Diese Frage stellt sich Eltern von Kindern mit Behinderungen. Eine neue Studie des Deutschen Instituts für Menschenrechte zeigt, dass 82 Prozent der Eltern schulpflichtiger Kinder mit Behinderungen eine getrennte Beschulung ablehnen.
69 Prozent der Eltern mit Kindern auf Förderschulen würden ihr Kind lieber auf eine allgemeine Schule schicken, wenn die Bedingungen dort besser wären. Laut der Studie mit dem Titel „Inklusive Bildung zwischen Wunsch und Wirklichkeit“ entscheiden sich die meisten Eltern für Förderschulen, weil die Inklusion in allgemeinen Schulen unzureichend umgesetzt wird.
„Das Elternwahlrecht ist ein bloßes Scheinwahlrecht: Wenn Eltern sich zwischen einer gut ausgestatteten Förderschule und einer schlecht ausgestatteten Regelschule entscheiden müssen, gibt es keine wirkliche Wahl“, so Susann Kroworsch, wissenschaftliche Mitarbeiterin des Instituts und Co-Autorin der Studie. Für Britta Schlegel, Leiterin der Monitoring-Stelle UN-Behindertenrechtskonvention des Deutschen Instituts für Menschenrechte, sind die Ergebnisse der Elternbefragung „ein klarer Handlungsauftrag an die Politik“.
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